Belarus-Analysen
Ausgabe 13 (25.07.2013) — DOI: 10.31205/BA.013.01, S. 2–5
Zusammenfassung
Mit der 2010 erfolgten Bildung der Zollunion von Belarus, Russland und Kasachstan haben Nachfolgestaaten der Sowjetunion erstmals ein Format umgesetzt, das über den Charakter einer virtuellen Integration hinausgeht. Das zweite Stadium der Integration – der Einheitliche Wirtschaftsraum – befindet sich im Aufbau. Ab 2015 soll mit der Eurasischen Wirtschaftsunion das dritte Stadium folgen. Obwohl die Integration für Belarus Chancen birgt, sind die langfristigen Perspektiven derzeit noch unklar. Die Schwachstelle des Projekts offenbart sich auf belarussischer Seite in einer Fixierung auf kurzfristige Vorteile, strategischer Unberechenbarkeit und drohender einseitiger Abhängigkeit von Russland.
- Folkert Garbe: Souveräne Integration? Belarus und die Zollunion der EurAsEC, in: Osteuropa-Recht, Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH, 58. Jg., Heft 3/2012, S. 18–27
- Balász Jarábik, Alexei Pikulik and Andrei Yeliseyeu: Belarus and the Eurasian Union: incremental integration, Fride Policy Brief, No. 159, June 2013, http://www.fride.org/download/PB_159_Belarus_and_the_Eurasian_Union.pdf
- How much do tariffs matter? Evidence from the customs union of Belarus, Kazakhstan and Russia, European Bank for Reconstruction and Development, Working Paper No. 154, Januar 2013, http://www.ebrd.com/downloads/research/economics/workingpapers/wp0154.pdf