Belarus-Analysen
Ausgabe 16 (31.03.2014) — DOI: 10.31205/BA.016.01, S. 2–7
Zusammenfassung
Am 25. Dezember 2013 trat Metropolit Filaret von seinem Amt als Oberhaupt des Belarussischen Exarchats der Russisch-Orthodoxen Kirche zurück, das er 35 Jahre lang ausübte. Die orthodoxe Kirche in Belarus erlebt somit derzeit einen Epochenwechsel. Zum Nachfolger Filarets, der intensive internationale ökumenische Kontakte pflegte, wurde der wenig bekannte Metropolit Pawel ernannt, der bis dahin der Eparchie von Rjasan und Michailow vorstand. Die Wahl fiel somit nicht, wie von vielen in Belarus einschließlich Präsident Lukaschenka erwartet, auf einen belarussischen Staatsbürger. Der folgende Beitrag analysiert die aktuelle Situation der orthodoxen Kirche im multi-konfessionellen Belarus, ihre Positionierung im Verhältnis zu Staat und Gesellschaft sowie die möglichen Veränderungen, die vom neuen Metropoliten zu erwarten sind.
- Natallia Vasilevich: Churches and the State: Ten years after the law on religion, in: Anatoly Pankovsky / Valeria Kostyugova (ed.): Belarusian Yearbook 2012. A survey and analysis of developments in the Republic of Belarus in 2012, Minsk 2013, S. 196–204, <http://belinstitute.eu/sites/biss.newmediahost.info/files/attached-files/ej_2012_eng.pdf>.
- Natallia Vasilevich: Orthodox Church in Belarus: Between the Russian Orthodox Church and Belarusian Society, in: BELL Belarus Info Letter, 8(38), 2013, S. 3–5, <http://www.eesc.lt/uploads/news/id556/Bell_2013_8%2838%29.pdf>.
- Natalja Wasiljewitsch: Belorusskaja prawoslawnaja zerkow w teni gosudarstwa, in: Pro et Contra 5(60), September/Oktober 2013, S. 80–96, <http://carnegieendowment.org/files/PeC_60_all.pdf>.