Belarus-Analysen

Ausgabe 9 (27.11.2012) — DOI: 10.31205/BA.009.01, S. 2–6

Die Ohnmacht der Medien im Spiegel der Parlamentswahl 2012

Maryna Rakhlei (German Marshall Fund of the United States, Berlin), Dorothea Wolf

Zusammenfassung
Die Medienlandschaft in Belarus ist größer als man glaubt. Das Mediengesetz wurde 2009 aktualisiert und, laut Verfassern, an moderne Tendenzen angepasst. Mit einem über fünfzigprozentigen Anteil an Internet- Usern an der Gesamtbevölkerung sind die Belarussen Spitzenreiter in den GUS-Ländern. Das sagt jedoch noch nichts über die Qualität der Berichterstattung aus. Staatliche wie auch nichtstaatliche Massenmedien in Belarus haben während der Parlamentswahl zentrale berufliche Standards vernachlässigt. Um eine freie Meinungsbildung in Belarus zu ermöglichen, müssen hier nicht nur die Rahmenbedingungen für die Arbeit von Herausgebern, Redakteuren und Journalisten verbessert werden. Medienmacher und Journalisten müssen vielmehr auch über ihre ethischen Grundsätze nachdenken. Denn in vielen Medien dominiert ein ideologisierter Ansatz, der dem Recht der Bürger auf umfassende und ausgewogene Informationen nicht gerecht wird.

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  • Dorothea Wolf: Freiheit und Kontrolle. Internet in Belarus und die Idee des Samizdat. In: Osteuropa 11/2010, S. 209–222.
  • http://belarusforjournalists.info/ Belarus für ausländische Journalisten

  • http://belsmi.by/ru/catalog Verzeichnis staatlicher Medien in Belarus

  • http://buj.by/ Homepage der staatsnahen Belarussischen Journalistenunion BUJ

  • http://baj.by/be/useful_links Verlinkung zu staatlichen wie unabhängigen Medien in Belarus mit Online-Präsenz vom Belarussischen Journalistenverband BAJ

  • Mediengesetz vom 17. Juli 2008, No 427-З: http://pravo.by/main.aspx?guid=3871&p0=H10800427&p2={NRPA} (Druckversion)


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