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| Russland | 29.10.2026 | Der estnische Inlandsgeheimdienst „KAPO“ beschuldigt Russland, Mitte August einen Brandanschlag auf den Rüstungshersteller „Milrem Robotics“ in Estland begangen zu haben. Das Unternehmen liefert unbemannte Bodenfahrzeuge in die Ukraine. Nach Angaben des Geheimdienstes entsprach die Vorgehensweise dem Muster weiterer mutmaßlich aus Russland gesteuerter Sabotageakte in Europa. Beweise wurden unter Verweis auf Geheimhaltung nicht veröffentlicht. Der Kreml wies die Anschuldigungen zurück. |
| Russland | 29.10.2026 | Nach Einschätzung der US-amerikanischen Nachrichtenagentur „Bloomberg“ erreichten Russlands Rohölexporte in der Woche zum 27. September 2026 mit durchschnittlich 3,99 Millionen Barrel täglich einen Höchststand seit Beginn des großflächigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022. Die Entwicklung wurde begünstigt durch gestiegene Weltmarktpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten sowie die verstärkte Ausfuhr von Rohöl, das durch ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien nicht im Inland verarbeitet werden konnte. Die gesamten russischen Öl- und Ölproduktexporte gingen nach Berechnungen der Raiffeisenbank auf rund 28 Millionen Tonnen monatlich zurück und liegen damit auf dem niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. |
| Russland | 04.10.2026 | In der russischen Region Irkutsk bestätigen Behörden den Tod einer Mitarbeiterin des Irkutsker Instituts zur Bekämpfung der Pest. Die mögliche Infektionsquelle blieb unklar. Die Mitarbeiterin war offensichtlich nach Kontakt mit einem zerbrochenen Reagenzglas, das den Pesterreger enthielt, mit Symptomen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mehrere Krankenhäuser in Irkutsk und Schelechow wurden unter Quarantäne gestellt. Insgesamt wurden 197 Kontaktpersonen ermittelt. Nach offiziellen Angaben zeigten diese zunächst keine Krankheitssymptome und wurden negativ getestet. |
| Russland | 03.10.2026 | Russland setzt seine Angriffe auf Straßenbrücken in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw fort. Nach Treffern auf drei der sechs Brücken über den Dnipro wurde am Vortag auch die Nordbrücke getroffen und für den Verkehr gesperrt. Das russische Verteidigungsministerium begründete die Angriffe mit der strategischen Bedeutung der Verkehrsverbindungen. Bei russischen Luftangriffen auf Charkiw wurden fünf Menschen getötet und mehr als 40 verletzt. In der Region Odessa wurde ein ziviles Frachtschiff getroffen, ein Seemann starb, drei Menschen wurden verletzt. Auch die moldauische Präsidentin Maia Sandu erklärte, dass fünf russische Flugkörper und Drohnen in den moldauischen Luftraum eingedrungen seien und auf moldauischem Staatsgebiet explodiert seien. |
| Russland | 02.10.2026 | Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder wird in den Aufsichtsrat der russischen „Hyperglobus GmbH“, eines Ablegers der deutschen Supermarktkette „Globus“ berufen. Er soll an der Unternehmensführung mitwirken und die strategische Entwicklung in Russland leiten. „Hyperglobus“ ist nach eigenen Angaben seit Januar 2025 rechtlich und organisatorisch von der deutschen Muttergesellschaft getrennt. Die Berufung Schröders erfolgte wenige Tage nach der Anordnung der Zwangsverwaltung mehrerer westlicher Unternehmen in Russland. |
| Russland | 01.10.2026 | Die russische Regierung legt der russischen Staatsduma den Haushaltsentwurf für die Jahre 2027 bis 2029 vor. Sie korrigiert dabei die Defizitprognose für 2026 auf nahezu das Doppelte des ursprünglich geplanten Wertes. Der Fehlbetrag soll 7,345 Billionen Rubel (etwa 76 Milliarden Euro) und damit etwa 3,2 Prozent des BIP erreichen. In den Jahren 2027 bis 2029 sind weitere Defizite von rund 16 Billionen Rubel (etwa 167 Milliarden Euro) vorgesehen. Die Verteidigungsausgaben sollen 2027 um 27 Prozent auf 17,1 Billionen Rubel (etwa 178 Milliarden Euro) steigen und damit mehr als ein Drittel der gesamten Staatsausgaben ausmachen. |
| Russland | 01.10.2026 | Russland erklärt mehrere ungarische Diplomat:innen zu unerwünschten Personen und ordnet ihre Ausreise an. Die Maßnahme erfolgt als Reaktion auf die Ausweisung von zehn russischen Diplomat:innen aus Ungarn Anfang September wegen mutmaßlicher statuswidriger Aktivitäten. Das russische Außenministerium hatte gegen diese Entscheidung protestiert. |
| Russland | 30.09.2026 | Die Generalstaatsanwälte von Russland, Kasachstan, Belarus, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan unterzeichnen ein Abkommen zum verstärkten Informationsaustausch über mutmaßliche „Terrorist:innen und Extremist:innen“. Die Zusammenarbeit umfasst unter anderen Angaben zu Organisationen, Einzelpersonen und Aktivitäten, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit und Souveränität eingestuft werden. Das Abkommen fällt in eine Phase der Ausweitung des russischen Terrorismus- und Extremismusregisters. Im ersten Halbjahr 2026 ergingen in Russland 1.145 Urteile nach Terrorismusparagraphen und damit 58 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. |
| Russland | 30.09.2026 | Die Zentrale Wahlkommission schließt die Mandatsverteilung für die neunte Staatsduma ab, nachdem mehr als 50 Kandidat:innen von Einiges Russland auf ihre Sitze verzichtet haben. Die Regierungspartei erhält 349 der 450 Mandate, die Kommunistische Partei 37, die Liberal-Demokratische Partei 23, Neue Menschen 19, Gerechtes Russland 17 und Rodina eines; vier Sitze gehen an parteiunabhängige Kandidat:innen. Das Medium iStories zählt unter den Abgeordneten 46 Personen mit Verbindungen zum Krieg gegen die Ukraine, einschließlich Teilnahme an Kampfhandlungen, Arbeit in besetzten Gebieten oder Unterstützung der russischen Armee bzw. von Kriegsteilnehmer:innen sowie vereinzelt Beteiligung an Folter und Ermordungen. Einige Abgeordnete nehmen am staatlichen Personalentwicklungsprogramm „Zeit der Helden“ teil. Neu in die Duma ziehen außerdem Michail Rachlin, Sohn von Präsident Wladimir Putins erstem Judotrainer Anatolij Rachlin, sowie der Waffenhändler Wiktor But ein. |
| Russland | 29.09.2026 | Der russische Präsident Wladimir Putin ordnet per Dekret eine Aufstockung der russischen Streitkräfte um 15.500 Soldat:innen an. Die vorgesehene Gesamtstärke steigt damit auf 2.441.630 Angehörige, darunter 1.550.000 Militärangehörige. Gleichzeitig plant die russische Regierung für 2027 eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, Russland wolle verstärkt ausländische Kämpfende einsetzen. Seinen Angaben zufolge befinden sich zurzeit mehr als 8.000 nordkoreanische Soldaten in Russland. |
| Russland | 28.09.2026 | Der russische Präsident Wladimir Putin erlässt ein Dekret, mit dem das Russland-Geschäft der deutschen Handelskette „Metro“ unter vorläufige Zwangsverwaltung des russischen Unternehmens „UK Torg Rus“ gestellt wird. „Metro“ bestätigte den Verlust der operativen Kontrolle über 91 russische Filialen mit rund 9.000 Beschäftigten. Das Unternehmen war nach dem großflächigen Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 im Land geblieben und erwirtschaftete dort zuletzt rund 8,7 Prozent des Konzernumsatzes. Vergleichbare Maßnahmen hatte es kürzlich auch gegen andere westliche Unternehmen wie „Nestlé“, „Auchan“ und „Aptar“ gegeben. |
| Russland | 27.09.2026 | Die russische Armee greift den Hauptsitz des größten ukrainischen Mobilfunkanbieters „Kyivstar“ sowie ein Rechenzentrum von „Vodafone Ukraine“ an. Nach ukrainischen Angriffen wurden bei den Angriffen drei Menschen verletzt. Weitere Angriffe auf Rechenzentren hatten in der vorangegangenen Woche bei rund 100.000 Haushalten in Kyjiw und Umgebung zu Netzausfällen geführt. |
| Russland | 25.09.2026 | Der russische Politikwissenschaftler Alexandr Kynew wird nach seiner Festnahme mit Schienbeinbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert. Dies berichtet der Menschenrechtskanal „Slowo Saschtschite“ (dt. etwa „Plädoyer der Verteidigung“) unter Berufung auf Quellen aus dem Strafvollzugsdienst. Gegen Kynew wird wegen mutmaßlicher Drogendelikte ermittelt, ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Er war im Februar zum sogenannten „ausländischen Agenten“ erklärt worden und hatte die Dumawahlen im September öffentlich kritisiert. |
| Russland | 24.09.2026 | Das russische Finanzministerium legt Pläne für Steuererhöhungen zur Finanzierung von Verteidigung und Rüstungsindustrie vor. Vorgesehen sind unter anderem höhere Steuern auf Kapitaleinkünfte, Änderungen bei der Besteuerung von Selbständigen und eine zusätzliche Gewinnsteuer für Teile der Rohstoffindustrie. Das Haushaltsdefizit hatte im ersten Halbjahr 2026 rund knapp 74 Milliarden Euro erreicht. Das Finanzministerium erklärte, die zusätzlichen Einnahmen sollten für die Bewaffnung der Streitkräfte, die Modernisierung von Rüstungsbetrieben und Soldzahlungen verwendet werden. |
| Russland | 23.09.2026 | Der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnt in seinem Statement im UN-Sicherheitsrat erneut eine Waffenruhe im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ab. Er erklärt, Moskau strebe eine umfassende Friedensregelung an. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha betonte die Bereitschaft Kyjiws zu einer sofortigen Waffenruhe. Der US-amerikanische Außenminister Marco Rubio äußerte die Sorge vor einer Ausweitung russischer Aktivitäten auf weitere Staaten und verwies auf hybride Angriffe und Sabotageakte. |
| Russland | 23.09.2026 | Präsident Wladimir Putin deutet die Wahlbeteiligung bei der Staatsdumawahl als Unterstützung für die in der Ukraine kämpfenden russischen Streitkräfte und die Sicherheitspolitik der Staatsführung. Die Zentrale Wahlkommission beziffert die Beteiligung auf 59,8 % gegenüber 51,72 Prozent im Jahr 2021. Die Regierungspartei Einiges Russland erhält 59 % der Stimmen und erreicht die verfassungsändernde Mehrheit. Damit liegt die Partei über ihrem Ergebnis von 49,82 % bei der Wahl 2021. Die Kommunistische Partei erhält 13,7 %, die Liberal-Demokratische Partei 9 %, Neue Menschen 7,9 % und Gerechtes Russland 5,4 %. Zusätzlichen finden Gouverneurswahlen statt, bei denen u.a. Ramsan Kadyrow mit 99,73 % in Tschetschenien wiedergewählt wird. In 39 Regionen werden die Regionalparlamente gewählt. In allen behält Einiges Russland die Mehrheit. Ferner finden Nachwahlen für Regionalparlamente sowie Kommunalwahlen statt. Unabhängige Experten zweifeln die Ergebnisse an, u.a. die Plausibilität der hohen Beteiligung, die Verzögerungen beim Melden von Auszählungen und fehlende Daten, lassen auf Fälschungen der Wahlbeteiligung und der Ergebnisse für einzelne Kandidaten, Einiges Russland und Gerechtes Russland schließen. Für die besetzten ukrainischen Gebiete werden lediglich Ergebnisse nach Wahlkreisen, nicht nach einzelnen Wahllokalen veröffentlicht. |
| Russland | 22.09.2026 | Die Europäische Union streicht die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von ihrer Sanktionsliste. Die Sanktionen gegen rund 3.000 weitere Personen und Organisationen werden gleichzeitig von sechs Monate auf drei Jahre verlängert. Für die Streichung Usmanows hatte sich Frankreich eingesetzt, Luxemburg für Fridmans. Litauen enthielt sich, kündigte jedoch an, nationale Sanktionen prüfen zu wollen. Usmanow und Fridman waren 2022 mit Einreise- und Transaktionsbeschränkungen sowie eingefrorenen Vermögenswerten belegt worden. |
| Russland | 20.09.2026 | Der frühere russische Regierungsbeamte und bisherige südossetische Ministerpräsident Marat Kambolow wird zum Präsidenten der von Georgien abtrünnigen, von Russland unterstützten Region Südossetien gewählt. Nach Angaben russischer Staatsmedien erhält er bei der Abstimmung am 18. September 85 Prozent der Stimmen; die Wahlbeteiligung beträgt 73 Prozent. Ein im Mai unterzeichneter Vertrag vertieft die Zusammenarbeit in der Verteidigungs-, Außen- und Sicherheitspolitik und sieht die Integration der Energie- und Verkehrsnetze vor. Georgien kritisiert ihn als Versuch, eine „De-facto-Annexion“ Südossetiens und Abchasiens zu festigen, und verurteilt auch die Einrichtung russischer Wahllokale in beiden Regionen für die Staatsdumawahl vom 18. bis 20. September. |
| Russland | 18.09.2026 | Präsident Wladimir Putin stellt die russischen Vermögenswerte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestle und der französischen Einzelhandelskette Auchan per Dekret unter Zwangsverwaltung. Die vorläufige Kontrolle übernimmt das wenig bekannte Unternehmen L.E.V. Management. Kremlsprecher Dmitrij Peskow begründet die Entscheidung mit feindseligen Handlungen sogenannter unfreundlicher Staaten und deren angeblicher Beteiligung an militärischen Aktionen gegen Russland. Die Schweiz liefert keine Waffen an die Ukraine, beteiligt sich jedoch an Sanktionen gegen Russland. Nestle kündigt an, seine Rechte und die Fortführung des Geschäftsbetriebs schützen zu wollen; Auchan lehnt eine Stellungnahme ab. Nestle betreibt in Russland sechs Fabriken mit rund 7.000 Beschäftigten, Auchan etwa 230 Geschäfte sowie einen Onlinehandel mit insgesamt rund 30.000 Beschäftigten. Grundlage des Eingriffs ist ein Dekret von 2023, das die vorläufige Verwaltung von Vermögenswerten aus als unfreundlich eingestuften Staaten ermöglicht. Peskow erklärt, gegenwärtig sei lediglich eine vorläufige Verwaltung vorgesehen. |
| Russland | 18.09.2026 | In Russland beginnt der erste Tag der dreitägigen Staatsduma- und Regionalwahlen. In Frontnahen Regionen und in einigen ukrainischen, von Russland besetzten Gebieten beginnt die Stimmabgabe bereits Tage zuvor. In Südrussland und den besetzten ukrainischen Gebieten beeinträchtigen ukrainische Drohnenangriffe nach Angaben russischer Behörden den Ablauf. Die Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, meldet die Verlegung eines Wahllokals in der Region Krasnodar, nachdem dessen Fenster durch einen Drohnenangriff beschädigt werden. In der besetzten Oblast Luhansk fallen nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur in 14 Wahllokalen vorübergehend die Stromversorgung aus; der Betrieb wird mit Ersatzstrom fortgesetzt. In Sotschi suchen Wahlhelfer:innen und Wähler:innen wegen eines Luftalarms Schutz. Die Wahlkommission hat zuvor den Tod eines ihrer Mitglieder bei einem Drohnenangriff in der besetzten Oblast Saporischschja gemeldet. Zusätzlich berichten Wahlbehörden von Cyberangriffen auf das elektronische Fernwahlsystem. Die unabhängigen Medien RusNews und Sotavision melden unter Berufung auf Wahlbeobachter:innen verbreitete Ausfälle elektronischer Abstimmungsterminals in Moskau. Pamfilowa erklärt, auch drohnenabwehrbedingte Einschränkungen des mobilen Internets seien kein Grund, die Abstimmung abzusagen. Während der Durchführung kommt es zu unzähligen Verstößen gegen das Wahlrecht, u.a. im Wahlgang, Wahlbeobachtung, Agitation im Vorfeld und während der Wahlen, in der Auszählung der Stimmen, u.v.m. Unabhängige Wahlbeobachter:innen wie die der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind nicht zugelassen. Die EU kündigt Sanktionen gegen Organisator:innen und Kandidat:innen der russischen Staatsdumawahl in den besetzten ukrainischen Gebieten sowie gegen Personen an, die freie und faire Wahlen in Russland behindert haben. In einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Namen der 27 Mitgliedstaaten veröffentlichten Erklärung betont sie, weder die abgehaltenen Abstimmungen noch deren Ergebnisse anzuerkennen. Es handelt sich um die erste Staatsdumawahl seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022. |
| Russland | 17.09.2026 | Russland und die Ukraine tauschen am Grenzübergang Nowaja Guta in Belarus die sterblichen Überreste von insgesamt 275 im Krieg getöteten Soldat:innen aus. Russland übergibt 252 Leichname an die Ukraine und erhält 23 zurück. |
| Russland | 16.09.2026 | Der US-Kongress verabschiedet ein umfassendes Sanktionsgesetz gegen Russland und Iran. Nach der Zustimmung des Senats im August nimmt das Repräsentantenhaus den „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026“ an. Das Gesetz soll Russlands Energie- und Rüstungsindustrie sowie die zur Umgehung bestehender Sanktionen eingesetzte Tanker-„Schattenflotte“ treffen und damit die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine erschweren. Kremlsprecher Dmitrij Peskow bezeichnet zusätzliche US-Sanktionen als unfreundliche Maßnahmen, die eine Friedensregelung für die Ukraine erschweren würden. |
| Russland | 15.09.2026 | Italienische NATO-Kampfjets schießen in der Nacht erstmals eine Drohne über Litauen ab. Nach Angaben des litauischen Rundfunks LRT dringt sie wenige Minuten nach Mitternacht aus Belarus in den litauischen Luftraum ein und wird etwa eine halbe Stunde später zerstört. Präsident Gitanas Nauseda bestätigt den Abschuss. Nach Einschätzung des Leiters des nationalen Krisenmanagementzentrums, Vilmantas Vitkauskas, trägt die Drohne mit hoher Wahrscheinlichkeit Sprengstoff; ob es sich um eine Kampfdrohne handelt, ist zunächst nicht geklärt. Der Bericht nennt weder ihre Herkunft noch Betreiber. Hintergrund sind wiederholte Drohneneinflüge in den baltischen Staaten: Nach einer Zählung von Novaya Gazeta Europe werden dort von Januar 2025 bis Mai 2026 mindestens 24 Vorfälle registriert, davon mindestens 15 seit Jahresbeginn 2026. |
| Russland | 14.09.2026 | Die deutsche Bundesanwaltschaft gibt bekannt, dass sie beim Kammergericht Berlin Anklage gegen eine Deutsch-Ukrainerin wegen mutmaßlicher geheimdienstlicher Agententätigkeit für Russland erhoben hat. Die Angeklagte befindet sich seit Januar 2026 in Untersuchungshaft. Sie soll seit Oktober 2023 mit einem Geheimdienstmitarbeiter der russischen Botschaft in Kontakt gestanden haben. Laut Anklage versorgte sie ihn mit Hinweisen auf hochrangige Veranstaltungen und ermöglichte ihm teilweise unter falschem Namen die Teilnahme. Zudem soll sie versucht haben, Personen aus dem Bundesverteidigungsministerium und der Rüstungsindustrie als Informationsquellen zu gewinnen. Im Auftrag des Geheimdienstmitarbeiters bemühte sie sich insbesondere im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine um Informationen zur deutschen Verteidigungspolitik und Rüstungsindustrie. Das Verfahren geht nach Angaben der Bundesanwaltschaft auf Erkenntnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz und des Bundesamts für den Militärischen Abschirmdienst zurück. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheidet der Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin. |
| Russland | 14.09.2026 | Russland nimmt mit einer Delegation von Vertreter:innen des Außen-, Energieministeriums und des Ministeriums für Naturressourcen und Ökologie am Treffen der G20-Energieminister in Houston im US-Bundesstaat Texas teil. Dies hatte zuvor Botschafter Marat Berdjew angekündigt. Berdjew erklärte, russische Positionen zu einem flexiblen Energiemix, technologischer Neutralität, fossilen Brennstoffen und Erdgas sowie zur friedlichen Nutzung der Kernenergie fänden zunehmend Beachtung. Die USA als G20-Vorsitzende haben bereits Anfang September den russischen Finanzminister Anton Siluanow zum G20-Finanzministertreffen in Asheville eingeladen und damit Irritationen ausgelöst. |
| Russland | 13.09.2026 | Zum Abschluss des Gipfels der BRICS-Staaten in Neu-Delhi geben die teilnehmenden Länder eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre Geschlossenheit betonen. Im Hinblick auf internationale Konflikte blieb die Erklärung weitgehend allgemein und vermied die Benennung Verantwortlicher. Indien stellt als Gastgeberland Kooperation, eine „menschenzentrierte“ Agenda und den Anspruch der BRICS-Staaten auf stärkeren Einfluss bei der Gestaltung der internationalen Ordnung in den Mittelpunkt. Für 2027 übernimmt China den Vorsitz. |
| Russland | 13.09.2026 | Auf der Strecke Kyjiw–Warschau wird ukrainischen Angaben zufolge die Lokomotive eines Personenzuges etwa zwei Kilometer vor der ukrainischen Grenze von einer russischen Drohne getroffen. Ein weiterer Angriff trifft eine Tankstelle nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk. Der polnische Luftraum wird dabei nicht verletzt. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bestätigt die Angriffe und warnte vor einer zunehmenden Eskalation. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Ziel seien Transportwege für militärische Lieferungen aus Europa gewesen. |
| Russland | 12.09.2026 | Am Rande des Wirtschaftsforums der BRICS-Staaten in Neu-Delhi erklärt der russische Präsident Wladimir Putin, dass eine Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine aus russischer Sicht einen Krieg mit Russland bedeuten würde. Zugleich wies er Befürchtungen vor einem möglichen russischen Angriff auf europäische Staaten zurück. Hintergrund sind Überlegungen Frankreichs und Großbritanniens, nach einem möglichen Friedensabkommen Russlands mit der Ukraine ein europäisches Kontingent in der Ukraine zu stationieren. |
| Russland | 11.09.2026 | Ukrainische Drohnen greifen das Chemiewerk „Azot“ in der russischen Region Perm an. Das Werk ist einer der größten Chemiebetriebe Russlands und unter anderem Hersteller von Ammoniumnitrat und Salpetersäure. Offizielle Angaben zu möglichen Schäden gibt es nicht. Augenzeugen meldeten Explosionen, Schüsse und Rauch über dem Industriegebiet. Wegen der Drohnenwarnungen wurden in der Region Hochschulen und Schulen geschlossen und öffentliche Einrichtungen in ihrem Betrieb eingeschränkt. |
| Russland | 11.09.2026 | Das Gebietsgericht Tomsk hebt auf Klage der Liberal-Demokratischen Partei Russlands die Registrierung der Kandidat:innenliste der Partei Jabloko für die Wahl zur gesetzgebenden Duma der Oblast Tomsk auf. Nach Angaben von Jabloko stützt sich die Klage auf die Verbreitung von Wahlwerbung über zugangsbeschränkte Internetangebote sowie auf mutmaßliche Verstöße gegen das Urheberrecht und Vorschriften zur Wahlkampffinanzierung. Von ursprünglich acht für Regionalparlamente aufgestellten Jabloko-Listen bleibt damit nur diejenige in der Oblast Nowgorod zugelassen; in der Oblast Tomsk kandidieren weiterhin sieben Parteimitglieder in Direktwahlkreisen. Wenige Tage zuvor wurden sechs Kandidat:innen von Jabloko in der Oblast Swerdlowsk festgenommen, darunter Abgeordnete von Stadtparlamenten; zwei weitere, die über Direktwahlen kandidierten, in Moskau. Die Partei Jabloko hatte sich als einzige öffentlich im Vorfeld der Wahlen gegen Krieg ausgesprochen. |
| Russland | 10.09.2026 | Dmitrij Medwedew, Vorsitzender der russischen Regierungspartei „Jedinaja Rossija“ (dt. „Einiges Russland“) und stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, spricht sich für eine langfristige militärische Ausrichtung Russlands auch über das Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Mit Hinweis auf die Bedrohung durch die NATO und westliche Staaten fordert er eine leistungsfähige Rüstungsindustrie und stärkere staatliche Eingriffe in die Wirtschaft. |
| Russland | 09.09.2026 | Der Gouverneur der russischen Region Krasnodar meldet vier Tote und 29 Verletzte nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Noworossijsk. Mehrere Wohngebäude wurden beschädigt. Berichten zufolge galt der Angriff dem „Masut-Terminal“ im Hafen von Noworossijsk. Dort wurde mindestens ein Treibstofftank beschädigt. Der Angriff setzt eine Reihe von ukrainischen Angriffen auf russische Hafen- und Exportinfrastruktur am Schwarzen Meer und an der Ostsee fort. |
| Russland | 09.09.2026 | Im russischen Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen in Nordwest-Sibirien hat es erstmals ukrainische Drohnenangriffe auf Anlagen der russischen Gasindustrie gegeben. Nach ukrainischen Angaben wurden das Gas- und Kondensataufbereitungswerk „Nowyj Urengoj“ und das Gasverarbeitungswerk „Purowskij“ getroffen. Mit rund 2.800 Kilometer Entfernung von der russisch-ukrainischen Grenze waren dies die bisher weitreichendsten ukrainischen Angriffe seit Beginn des großflächigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine. Im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen liegt eine der wichtigsten russischen Gasföderregionen. |
| Russland | 09.09.2026 | Russische Streitkräfte verstärken ihre Angriffe auf ukrainische Eisenbahnen. Innerhalb von zwei Tagen werden vier Personenzüge getroffen; mindestens drei Menschen sterben, 20 weitere werden verletzt. |
| Russland | 08.09.2026 | Angaben des russischen Kreml zufolge stellt der US-amerikanische Präsident Donald Trump seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin während eines Telefonats umfangreiche Wirtschafts- und Handelsbeziehungen in Aussicht. Im Gegenzug erwarte er die baldige Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Beide Seiten erörterten konkrete Möglichkeiten zur Beschleunigung der Verhandlungen, Einzelheiten nannte der Kreml nicht. Putin hält an seiner Forderung nach einem vollständigen ukrainischen Rückzug aus der von Russland annektierten ukrainischen Region Donezk fest. Dies lehnt die Ukraine ab. |
| Russland | 08.09.2026 | In mehreren Bezirken der russischen Region Tjumen werden aufgrund eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest Notstands- und Quarantänemaßnahmen verhängt. Die Behörden ordnen umfangreiche Beschlagnahmungen und Tötungen von Hausschweinen an. Verschiedene lokale Gruppierungen kritisieren die Durchführung der Maßnahmen, ausbleibende Entschädigungen und unsachgemäße Entsorgung der Kadaver. Gleichzeitig wird aus der Region Irkutsk die Tötung von Nutztieren aufgrund eines Ausbruchs der Lumpy-Skin-Krankheit gemeldet. |
| Russland | 06.09.2026 | Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner treffen zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau ein. US-Angaben zufolge unterbreiteten sie bei dem Treffen neue Vorschläge zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Kreml bezeichnete die Gespräche im Anschluss als „nützlich und konstruktiv“. Witkoff und Kushner reisen im Anschluss weiter in die Ukraine. |
| Russland | 04.09.2026 | Das auf Flugsicherheit spezialisierte Unternehmen „Osprey Flight Solutions“ zählt im August 2026 16.000 ukrainische Drohnen, die in den russischen Luftraum eingedrungen sein sollen. 32 russische Flughäfen mussten insgesamt 993-mal vorübergehend schließen. Im gesamten Sommer wurden bisher 2.182 Betriebseinstellungen registriert. Die Störung des zivilen Flugverkehrs ist Teil der ukrainischen Strategie, dauerhaften Druck auf die russische Luftfahrt auszuüben. |
| Russland | 03.09.2026 | Nach einem Brandanschlag auf eine Baustelle in der Nähe mehrerer Unternehmen der Sicherheits- und Rüstungsindustrie in München werden zwei bulgarische Staatsangehörige in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittler:innen gehen von einem politischen Motiv aus. Unklar blieb zunächst, ob die benachbarten Unternehmen „Rohde & Schwarz“ und der die Ukraine beliefernde Drohnenhersteller „Helsing“ die eigentlichen Ziele des Anschlags waren. Den Ermittlungsbehörden zufolge gibt es jedoch Hinweise darauf, dass die Attentäter vom russischen Geheimdienst beauftragt worden seien. |
| Russland | 03.09.2026 | Norwegische Behörden setzen im Hafen von Barentsburg auf Svalbard das russische staatliche Expeditionsschiff „Professor Molchanow“ fest. Die Maßnahme erfolgt auf Antrag des ukrainischen Energiekonzerns „Naftogas“, der einen Schiedsspruch über rund 3,6 Milliarden Euro aus dem Jahr 2023 vollstrecken will. Hintergrund ist die Enteignung ukrainischer Energieanlagen nach der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014. Da Russland die Zahlung verweigert, verfolgt „Naftogas“ russische Vermögenswerte in mehreren Staaten, darunter auch Finnland und Frankreich. |
| Russland | 03.09.2026 | Laut Daten des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) wurden seit Jahresbeginn bis Ende August 2026 bundesweit mehr als 165 Sabotagefälle registriert. Außerdem wurden 24 Ermittlungsverfahren wegen Spionage eingeleitet. Die Behörden erfassten zudem 747 verdächtige Drohnenvorfälle mit insgesamt 1.068 Drohnen, insbesondere über kritischer Infrastruktur, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen. Bei einem Teil der Vorfälle prüft das BKA eine mögliche politische oder ausländische staatliche Steuerung. |
| Russland | 02.09.2026 | Als Reaktion auf die Einbestellung des russischen Botschafters in Berlin bestellt Russland den Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Moskau ein und kündigt die Schließung dreier verbleibender Standorte des „Goethe-Instituts“ in Russland an. Die russische Regierung protestiert damit gegen die von Berlin angekündigten Sanktionen nach dem versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August 2026. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete die deutschen Maßnahmen als „schweren Fehler“. Dmitrij Medwedew, Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, drohte mit Angriffen auf deutsche Rüstungsbetriebe und weitere Ziele in Deutschland. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, die Situation erinnere ihn an den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erkläre Russland faktisch den Krieg, so Lawrow. |
| Russland | 01.09.2026 | Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul macht der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt Russland für den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August 2026 verantwortlich. Er verweist dabei auf Erkenntnisse deutscher und europäischer Sicherheitsbehörden. Als Reaktion wurde der russische Botschafter einbestellt, die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des ussischen Hauses in Berlin wurden angekündigt. Russland bestreitet die Beteiligung und kündigt seinerseits Gegenmaßnahmen an. |
| Russland | 31.08.2026 | In Asheville (USA) findet das G20-Finanzministertreffen erstmals seit Beginn der großflächigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 wieder mit Beteiligung des russischen Finanzministers Anton Siluanow statt. Die europäischen G20-Staaten protestieren gegen die von den USA ausgesprochene Einladung und verweigern ein gemeinsames Gruppenfoto mit der russischen Delegation. Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil kritisiert die aus seiner Sicht damit verbundene Normalisierung der Beziehungen. Die US-Regierung verteidigt die Einladung mit dem gesteckten Ziel, den Dialog mit Moskau über eine Beendigung des Krieges aufrechtzuerhalten. |
| Russland | 28.08.2026 | Der Gouverneur der russischen Region Rostow, Jurij Sljussar, verhängt aufgrund zunehmender Absatz- und Exportproblemen von Getreide den Notstand. In der Region werden fast zehn Prozent des landesweit geernteten Getreides angebaut. Wegen ukrainischer Drohnenangriffe seit Mitte Juli sei der Betrieb der Häfen am Asowschen Meer eingestellt, sodass sich erhebliche Mengen an Agrarerzeugnissen angesammelt hätten, die nicht verschifft werden könnten. Die Weizenausfuhr sank im August auf 1,9 Millionen Tonnen und damit auf ein 16-Jahres-Tief. Zugleich ließen die überfüllten Lager die russischen Getreidepreise deutlich fallen. |
| Russland | 28.08.2026 | Das Bezirksgericht im russischen Swerdlowsk schließt die Liste der liberalen Partei „Jabloko“ von der bevorstehenden Wahl zur Regionalversammlung aus. Es gibt damit der Klage der nationalistischen „Liberaldemokratischen Partei Russlands“ (LDPR) statt. Diese hatte „Jabloko“ unter anderem Urheberrechtsverletzungen und die Verbreitung von Inhalten auf in Russland gesperrten Plattformen wie „Instagram“ oder „Facebook“ vorgeworfen. Konstantin Kisseljow, Spitzenkandidat von „Jabloko“ in der Region, kündigte Berufung an. Swerdlowsk ist bereits die sechste Region, in der die Liste von „Jabloko“ von den Regionalwahlen ausgeschlossen wird. Zuvor war die Partei bereits von den landesweiten Dumawahlen ausgeschlossen worden. |
| Russland | 28.08.2026 | Angesichts von Gerüchten über eine mögliche neue Mobilisierung unmittelbar nach den Dumawahlen im September ist die Zahl der Russ:innen, die die Grenze in Richtung Georgien überqueren, stark angestiegen. Nach Angaben des russischen Föderalen Zolldienstes überquerten innerhalb der vergangenen Woche rund 113.000 Menschen die Grenze. Der Duma-Abgeordnete und Mitglied des Verteidigungsausschusses, Viktor Sobolew, bestritt Pläne für eine neue Mobilisierung und verwies darauf, dass der Personalbedarf der Streitkräfte derzeit durch die Anwerbung von Vertragssoldat:innen gedeckt sei. |
| Russland | 27.08.2026 | In Sankt Petersburg wird ein Oberstleutnant der russischen Luftstreitkräfte getötet. Vorläufigen Angaben zufolge detonierte ein in seinem Fahrzeug angebrachter provisorischer Sprengsatz. Seine Ehefrau wird schwer verletzt. Das russische Ermittlungskomitee leitete ein Strafverfahren ein. Nach tödlichen Anschlägen auf russische Militärangehörige am 01. August in Moskau und am 13. August in Sewastopol ist dies bereits der dritte gemeldet Anschlag im August. |
| Russland | 27.08.2026 | Das russische Außenministerium erklärt einen Mitarbeiter der rumänischen Botschaft in Moskau zur Persona non grata. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Rumänien im vergangenen Monat. Rumänien hatte diesen nach einer Reihe von Luftraumverletzungen durch russische Drohnen ausgewiesen. Im Mai war im rumänischen Galati ein Wohnhaus durch eine abstürzende russische Drohne getroffen worden. Russland wies die Verantwortung für den Vorfall zurück. |
| Russland | 26.08.2026 | Bei einem ukrainischen Drohnenangriff gerät erneut ein Lager des russischen Online-Händlers „Wildberries“ in Kotowsk in der russischen Region Tambow in Brand. Bereits am 18. Juli war das Lager angegriffen worden, damals kamen sieben Menschen ums Leben, 25 weitere wurden verletzt. Außerdem war die größte Raffinerie des russischen Ölkonzerns „Lukoil“ in Kstowo Ziel des Angriffs. Dies ist bereits der vierte Angriff auf die Raffinerie in diesem Jahr. In der Region Lipezk starben beim Einschlag einer Drohne in ein Wohnhaus zwei Menschen, darunter ein 14-jähriges Kind. Das russische Verteidigungsministerium meldete 426 abgefangene oder zerstörte ukrainische Drohnen über 15 Regionen und der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. |
| Russland | 26.08.2026 | Die Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, teilt mit, dass sich für die anstehenden Wahlen auf föderaler, regionaler und kommunaler Ebene in Russland fast 1.600 Veteran:innen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine registriert hätten. Bereits im März 2025 hatten Medien berichtet, der Kreml plane, bis zu 100 Veteran:innen des Kriegs gegen die Ukraine in die Staatsduma zu bringen. Dies entspräche mehr als einem Fünftel der Sitze. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach in diesem Zusammenhang von einer „neuen Elite“, die in politische und administrative Strukturen integriert werden solle. |
| Russland | 25.08.2026 | Der Direktor des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist zu Gesprächen mit russischen Geheimdienstvertreter:innen nach Moskau eingetroffen. US-Medienberichten zufolge warnte Ratcliffe vor einer militärischen Eskalation gegenüber NATO-Staaten. Außerdem soll er den Kreml aufgefordert haben, die finanzielle und militärische Unterstützung für den Iran zu reduzieren. Den Berichten zufolge soll die Ukraine informiert und gebeten worden sein, für die Zeit des Besuchs Angriffe auf russisches Territorium auszusetzen. |
| Russland | 25.08.2026 | Das russische Justizministerium richtet ein öffentliches Register für im Ausland lebende Russ:innen ein, gegen die besondere Beschränkungsmaßnahmen verhängt werden sollen. Grundlage ist ein Anfang August vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz, das unter anderem die Sperrung von Konten, den Ausschluss von Immobiliengeschäften und staatlichen Dienstleistungen sowie Konsulatsleistungen ermöglicht. Betroffen sein können im Ausland lebende Personen, die in Abwesenheit wegen bestimmter Ordnungswidrigkeiten verurteilt worden sind, darunter „Diskreditierung der russischen Armee“. Menschenrechtler:innen und Jurist:innen werten das Gesetz als verfassungswidrig und als faktischen Entzug wesentlicher Bürgerrechte. |
| Russland | 22.08.2026 | Offiziellen Angaben zufolge sind in der russischen Region Samara ein Logistikzentrum des Online-Versandunternehmens „Ozon“ sowie eine „Rosneft“-Raffinerie von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Im „Ozon“-Lager bricht ein Feuer aus, mehr als 500 Beschäftigte werden evakuiert, es gib Verletzte. Der Betrieb wird auf unbestimmte Zeit eingestellt. Der Angriff trifft erstmals ein Logistikzentrum von „Ozon“, nachdem zuvor Standorte des Unternehmens „Wildberries“ angegriffen worden waren. Die Raffinerie war bereits mehrmals Ziel ukrainischer Angriffe gewesen. |
| Russland | 22.08.2026 | Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet in einem Interview mit dem kremlnahen Journalisten Pawel Sarubin die russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur in Kyjiw und anderen ukrainischen Städten als „effektiv“ und „rechtzeitig“. Er begründet sie mit ihrer militärischen Wirkung auf Nachschub, Truppenrotation und Rüstungsproduktion. Zugleich räumt er wirtschaftliche Schäden durch ukrainische Angriffe auf Russland ein. Putin bestreitet jedoch die Möglichkeit eines daraus resultierenden militärischen Wendepunkts. Als Reaktion auf die ukrainischen Angriffe kündigt er weitere Angriffe auf für die ukrainische Wirtschaft besonders wichtige Bereiche an und nennt dabei auch die Landwirtschaft. Nur wenige Stunden vor der Veröffentlichung des Interviews hatte es einen russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Region Kyjiw gegeben, bei dem mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 100 Menschen verletzt worden waren. Weitere Angriffe trafen Kyjiw und Saporischschja. |
| Russland | 21.08.2026 | Der pensionierte Generalmajor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Igor Laptew, hat sich, übereinstimmenden Medienberichten zufolge, das Leben genommen. Laptew hatte für den sowjetischen KGB und später für den FSB im Bereich Informationssicherheit gearbeitet und seit 1998 den Verwaltungsrat eines Herstellers geschützter Kommunikationssysteme geleitet. Seit 2022 sind bereits mehrere ehemalige Generäle russischer Geheimdienste unter Umständen gestorben, die von russischen Medien als Suizid gemeldet wurden. |
| Russland | 19.08.2026 | Russland und die Ukraine tauschen unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate jeweils 103 Kriegsgefangene aus. Es war der erste Austausch seit Juni 2026. Vertreter:innen beider Seiten trafen sich dabei in Belarus und tauschten auch Listen vermisster Personen aus. Nach ukrainischen Angaben wird noch vor Monatsende ein weiterer Gefangenenaustausch erwartet. |
| Russland | 19.08.2026 | Tankstellen in Moskau und anderen russischen Regionen führen erneut Abgabebeschränkungen für Benzin und Diesel ein. Engpässe in Sibirien, im Fernen Osten und auf der von Russland annektierten Krim bestehen weiterhin fort. Als wesentlicher Faktor gelten wiederholte ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Treibstofflager. Die russische Regierung verlängerte zur Stabilisierung des Binnenmarktes das Exportverbot für Benzin und Diesel bis Anfang 2027. |
| Russland | 18.08.2026 | Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt, dass Moskau und das Moskauer Umland einem der bislang größten ukrainischen Drohnenangriffe seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erlebt hätten. Seinen Angaben zufolge seien 637 Drohnen in Richtung Hauptstadt gestartet worden. Das russische Verteidigungsministerium meldete landesweit 791 abgefangene ukrainische Drohnen. Im Moskauer Gebiet wurden mehrere Wohn- und Geschäftsgebäude sowie Energieanlagen beschädigt und mindestens drei Menschen verletzt. In mehr als 5.000 Haushalten fiel der Strom aus. Auch ein Logistikzentrum des russischen Versandhändlers „Wildberries“ war betroffen. |
| Russland | 18.08.2026 | Das unabhängige russische Onlinemedium „The Bell“ berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen, dass russische Unternehmer:innen und Unternehmen bis Mitte August 2026 rund 383,7 Milliarden Rubel (etwa 3,8 Milliarden Euro) an freiwilligen Beiträgen in den Staatshaushalt eingezahlt haben. Die Zahlungen erfolgten vor dem Hintergrund eines Aufrufs des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Unterstützung, angesichts des Rekorddefizits im Staatshaushalt von rund 6,5 Trillionen Rubel (etwa 64,7 Milliarden Euro). Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 gab Russland dem Bericht zufolge fast 50 Trillionen Rubel (etwa 501 Milliarden Euro) für militärische Zwecke aus und erhöhte zur Finanzierung unter anderem Steuern und Abgaben. |
| Russland | 17.08.2026 | Nach Angaben des russischen Portals „Medwestnik“ meldeten medizinische Hochschulen in Russland nach Einführung einer bis zu dreijährigen Arbeitspflicht in staatlichen Gesundheitseinrichtungen einen deutlichen Bewerber:innenmangel zur Facharztausbildung. Landesweit blieben Hunderte Plätze frei, besonders betroffen sind die Anästhesiologie, Notfallmedizin und Onkologie. Expert:innen führen dies auf die neue Dienstpflicht, damit zusammenhängende hohe Vertragsstrafen, verschärfte Zulassungsregeln und rechtliche Risiken für Ärzt:innen zurück. |
| Russland | 17.08.2026 | Das Bezirksgericht im russischen Pskow verurteilt den russischen Oppositionspolitiker und Kriegsgegner Lew Schlosberg zu elf Jahren und einem Monat Straflager. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Schlosberg die russische Armee „diskreditiert“ und Falschinformationen im Zusammenhang mit öffentlichen Forderungen nach einem Ende des Krieges gegen die Ukraine verbreitet habe. Schlosberg ist Mitglied der russischen Oppositionspartei „Jabloko“. Er hatte den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wiederholt öffentlich kritisiert. Schlosberg ist seit 2023 als sogenannter „ausländischer Agent“ eingestuft und war seit 2025 zunächst unter Hausarrest und später in Untersuchungshaft. Das Oberste Gericht Russlands wies am selben Tag den Berufungsantrag von „Jabloko“ gegen den Ausschluss von den Parlamentswahlen im September zurück. |
| Russland | 16.08.2026 | NATO-Angaben zufolge hat ein spanischer Kampfjet über Rumänien eine russische Drohne abgeschossen, die aus dem moldauischen Luftraum gekommen war. Die Trümmer gingen über unbewohntem Gebiet im Bezirk Galati nieder. Die Drohne war bereits die vierte über Rumänien abgefangene Drohne in diesem Jahr. Einige Tage zuvor war auch über Lettland eine Drohne abgeschossen worden. Außerdem hatte Moldau seinen Botschafter aus Russland zurückberufen, nachdem nahe der Grenze zur Ukraine eine russische Drohne abgestürzt und explodiert war. Die moldauische Präsidentin Maia Sandu bezeichnete den Absturz als direkt Folge der russischen Invasion in die Ukraine. |
| Russland | 14.08.2026 | Die UN gibt bekannt, dass es im Juli 2026 in der Ukraine mit 437 getöteten und 2.610 verletzten Zivilist:innen die höchste Zahl monatlicher Opfer seit März 2022 gegeben habe. Gegenüber dem Vormonat sei die Zahl um 30 Prozent angestiegen. Als Hauptursache werden verstärkte russische Angriffe mit Raketen und Langstreckendrohnen genannt. Besonders betroffen war die ukrainische Hauptstadt Kyjiw mit 54 getöteten Zivilist:innen. |
| Russland | 14.08.2026 | Das russische Justizministerium stuft die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropas (FSO) als sogenannte „unerwünschte Organisation“ ein. Die FSO erforscht politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen in Russland und anderen postsowjetischen Staaten. Zugleich wurde auch die US-amerikanische „Human Rights Foundation“ unter Vorsitz von Julija Nawalnaja als „unerwünscht“ eingestuft. Auf der russischen Liste stehen bereits mehrere deutsche Organisationen, darunter der DAAD sowie zahlreiche politische Stiftungen. |
| Russland | 14.08.2026 | Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, weist Vorschläge für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer zurück. Sie erklärte, dies würde der Ukraine lediglich eine Atempause verschaffen. Zuvor hatte die Türkei nach eigenen Angaben beiden Seiten Vorschläge zur Einstellung militärischer Operationen im Schwarzen Meer unterbreitet; auch die Ukraine soll einen Stopp der Angriffe auf zivile Schiffe angeboten haben. Moskau schloss zugleich eine Rückkehr zum 2023 beendeten Schwarzmeer-Getreideabkommen aus. |
| Russland | 13.08.2026 | Bei einem Bombenanschlag in Sewastopol auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim wird ein russischer Offizier getötet. Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB war der Sprengsatz in einem Mülleimer deponiert worden. Die Ermittlungsbehörden nahmen eine russische Staatsbürgerin fest. Ihr wird vorgeworfen, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt zu haben. Unbestätigten Berichten zufolge soll das Opfer der frühere ukrainische U-Boot-Kommandeur Robert Schagajew sein, der 2014 zu Russland übergelaufen war. |
| Russland | 13.08.2026 | Der russische Präsident Wladimir Putin besucht die zwischen Russland und Japan gelegenen Kurilen-Inseln. Japan, das die Inseln als sein Territorium beansprucht, protestierte und bestellte den russischen Botschafter ein. Putin hatte zuvor Sachalin besucht und dort Beratungen zur Sicherung der russischen Ostgrenzen abgehalten. Der Territorialstreit zwischen Russland und Japan verhindert seit 1945 den Abschluss eines formellen Friedensvertrags zwischen den beiden Ländern. |
| Russland | 11.08.2026 | Laut Berichten der britischen Nachrichtenagentur „Reuters“ ist der seit Januar 2022 inhaftierte US-amerikanische Marineinfanterist Robert Gilman vom russischen Präsidenten Wladimir Putin begnadigt worden. Gilman war wegen eines Angriffs auf einen Polizisten sowie auf einen Gefängniswärter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden; sein Fall ist umstritten. Seine Familie hatte von schweren Misshandlungen und einem lebensbedrohlichen Gesundheitszustand Gilmans berichtet. |
| Russland | 10.08.2026 | Das Oberste Gericht Russlands schließt die Oppositionspartei „Jabloko“ von den Parlamentswahlen im September aus. Ihr werden Verstöße gegen das Wahlrecht, westliche Einflussnahme und unzulässige Finanzierung aus dem Ausland vorgeworfen. Der Parteivorsitzende Nikolaj Rybakow weist die Anschuldigungen zurück und kündigt Berufung an. „Jabloko“ spricht sich gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. |
| Russland | 25.07.2026 | Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere „Wildberries“-Logistikzentren werden nach offiziellen Angaben neun Menschen getötet und mehr als 80 Menschen verletzt. Schätzungen zufolge seien etwa 10 bis 15 Prozent der Lagerflächen beschädigt worden. Analyst:innen gehen von einem zerstörten Warenwert von bis zu vier Milliarden Euro aus. Beschäftigte des Standorts in Elektrostal berichteten anschließend von chaotischen Evakuierungsabläufen. „Wildberries“ kündigte an, die Notfallregelungen anzupassen. |
| Russland | 25.07.2026 | Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf das Rüstungswerk „Awitek“ im russischen Kirow wurden nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und 26 Menschen verletzt. Das Werk produziert unter anderem Flugabwehrraketen und Komponenten für russische Kampfflugzeuge. Satellitenaufnahmen zeigen Schäden an einer Produktionshalle. Die Region Kirow ordnete Staatstrauer an und kündigte Entschädigungen für die Familien der Todesopfer an. |
| Russland | 24.07.2026 | Das russische Finanzministerium bereitet die Aufnahme von bis zu 1,5 Billionen Rubel (etwa 15,3 Milliarden Euro) variabler Staatsanleihen vor, die vor allem von russischen Staatsbanken gekauft werden dürfen. Hintergrund sind ein Haushaltsdefizit von fast sechs Billionen Rubel (etwa 61,4 Milliarden Euro) im ersten Halbjahr 2026 und deutlich steigende Kriegsausgaben. Da die russische Zentralbank diesen Banken gleichzeitig über Repo-Geschäfte Geld zur Verfügung stellt, stützt sie damit indirekt die Finanzierung des Staatshaushalts. |
| Russland | 24.07.2026 | Die russische Zentralbank senkt den Leitzins von 14,25 auf 14 Prozent. Sie reagiert damit auf den wachsenden Druck aus der Wirtschaft, die unter hohen Kreditkosten und schwachen Investitionen leidet. Der Spielraum für weitere Zinssenkungen ist durch die hohe Inflation begrenzt, die insbesondere durch Treibstoffengpässe und höhere Kraftstoffpreise infolge ukrainischer Angriffe auf die russische Ölindustrie verschärft wird. Die Inflation lag zuletzt bei sechs Prozent. |
| Russland | 23.07.2026 | Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-amerikanischer Amtskollege Marco Rubio treffen sich am Rande des ASEAN-Gipfeltreffens in Manila zu einem Gespräch über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Moskau bekräftigte seine Ablehnung weiterer westlicher Waffenlieferungen an die Ukraine und erklärte zugleich seine grundsätzliche Bereitschaft zu diplomatischen Gesprächen und verwies auf die auf dem Alaska-Gipfel in Anchorage im August 2025 vereinbarten US-Vorschläge. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, warnte jedoch vor übermäßigen Optimismus und sprach von keiner neuen Dynamik in den Verhandlungen. Die USA bezeichneten das Gespräch als offen und konstruktiv. Rubio weist jedoch die russische Darstellung zurück, die USA und Russland hätten im August 2025 auf dem Alaska-Gipfel eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine getroffen. Die russischen Vorschläge seien gescheitert. |
| Russland | 23.07.2026 | Die Europäische Union verabschiedet das 21. Sanktionspaket gegen Russland in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der bestehende Preisdeckel für russisches Öl wird um zwölf Monate verlängert, die Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor werden verschärft. Damit stehen nun 94 russische Banken unter Sanktionen. Weitere 218 Personen und Institutionen sowie 36 Schiffe der sogenannten „Schattenflotte“ wurden auf die Sanktionsliste gesetzt. Die Einigung erfolgte nach längeren Verhandlungen über Ausnahmen und nationale Interessen einzelner EU-Staaten. |
| Russland | 22.07.2026 | Eine europäische Marinemission überprüft den mit Russland in Verbindung gebrachten Öltanker „MV South Star“. Der Frachter, der offiziell in Kamerun registriert ist, wird verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren. Die EU wertet den Einsatz als Teil verschärfter Maßnahmen gegen Russlands sogenannte „Schattenflotte“, der fast 600 sanktionierte Schiffe zugerechnet werden. |
| Russland | 22.07.2026 | Die russische Staatsduma verabschiedet ein Gesetz, das weitreichende finanzielle und rechtliche Beschränkungen gegen im Ausland lebende und in Russland verurteile Personen ermöglicht. Vorgesehen sind unter anderem Konten- und Online-Banking-Sperren, Verkaufsverbote für Immobilien und Fahrzeuge sowie die Verweigerung staatlicher und konsularischer Dienstleistungen. Auch bestimmte im Ausland lebende Personen mit unbezahlten Verwaltungsstrafen können betroffen sein. Menschenrechtsjurist:innen werten die Maßnahmen als „faktischen Entzug der Staatsbürgerschaft“. |
| Russland | 19.07.2026 | Ein Moskauer Gericht ordnet Untersuchungshaft für den Wissenschaftler Maxim Krawtschuk an. Dieser war Ende Juni unter dem Vorwurf des Hochverrats festgenommen worden. Krawtschuk ist Spezialist für Aerodynamik am Zentralen Forschungsinstitut für Maschinenbau (russ. „Moskowskij nautschnij-issledowatelskij institut ZNIImasch“) in Moskau, das dem russischen Raumfahrtkonzern „Roskosmos“ untersteht. Zu den konkreten Vorwürfen ist nichts bekannt. Laut des Online-Medium „Ostoroschno, Nowosti“ ist Krawtschuk bereits mindestens der vierte Wissenschaftler des ZNIImasch, gegen den seit 2019 wegen Hochverrats ermittelt wird. |
| Russland | 18.07.2026 | Ukrainische Drohnen haben zwei Logistikzentren des Onlinehändlers „Wildberries“ in den russischen Regionen Moskau und Tambow angegriffen. Nach ukrainischen Angaben wurden die Anlagen für Lieferungen sanktionierter Komponenten zur Drohnen- und Navigationsproduktion genutzt. Bei den Angriffen kamen acht Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Nach einer kurz zuvor eingeführten Vertragsänderung befürchten zahlreiche Händler:innen nun, für zerstörte Warenbestände keine Entschädigung von „Wildberries“ zu erhalten. Nach Angriffen auf weitere Lagerflächen des Unternehmens wenige Tage später entfallen Medienberichten zufolge etwa sieben Prozent der Lagerkapazitäten. |
| Russland | 17.07.2026 | Die russische Landwirtschaftsministerin Oxana Lut räumt ein, dass die landesweiten Kraftstoffengpässe in Russland die Landwirtschaft zunehmend belasten. Das Ministerium arbeite daran, die Schwierigkeiten gemeinsam mit den Regionen und den Betrieben vor Ort zu lösen. Lut verwies auf eine Anordnung Putins, wonach die Landwirtschaft während der Ernte- und Aussaatsaison zuverlässig mit Kraftstoff zu versorgen sei. Sie sei trotz der aktuellen Engpässe zuversichtlich, dass die Lieferungen vollständig erfolgen würden. Nach Angaben des Ministeriums liegen die Erntearbeiten derzeit um rund zwölf Prozent der gesamten Anbauflächen hinter dem Zeitplan zurück. |
| Russland | 17.07.2026 | Das Bezirksgericht in Dolgoprudny nahe Moskau verurteilt den russischen Oppositionspolitiker Boris Nadeshdin wegen der öffentlichen Zurschaustellung extremistischer Symbole zu einer Geldstrafe von 1.000 Rubel (rund 11 Euro). Anlass war ein Beitrag mit einem Bild des in Haft verstorbenen Oppositionspolitikers Alexej Nawalnyj. Mit Rechtskraft des Urteils verliert Nadeshdin die Möglichkeit, bei der Parlamentswahl im September zu kandidieren. Er bezeichnete das Verfahren als politisch motiviert und wies die Vorwürfe zurück. Wenige Tage zuvor hatte das russische Justizministerium Nadeshdin auf die Liste sogenannter „ausländischer Agent:innen“ aufgenommen. Kurz nach dem Urteil kündigt Nadeshdin das Ende seiner Kampagne für eine Kandidatur bei den anstehenden Duma-Wahlen im September an. |
| Russland | 17.07.2026 | Nach Angaben des staatlichen Meinungsforschungsinstituts WZIOM sanken Putins Zustimmungswerte auf 65,1 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn. Der Anteil der Befragten, die Putins Arbeit ablehnen, stieg laut WZIOM auf 23,4 Prozent und liegt damit fast auf dem Niveau der Ablehnung der russischen Regierung (24,4 Prozent). Beobachter:innen führen den Rückgang unter anderem auf die anhaltende Treibstoffkrise und die daraus resultierende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage zurück. Politolog:innen sehen darin Anzeichen einer wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung und warnen vor einem erhöhten Eskalationsrisiko. |
| Russland | 16.07.2026 | Der russische Staatskonzern „Rostec“ meldet für 2025 trotz eines Umsatzanstiegs um 25 Prozent einen Rückgang des Nettogewinns um 42 Prozent. Konzernchef Sergej Tschemesow verwies auf fehlende Mittel für Investitionen. Mehrere Tochterunternehmen verzeichneten Verluste, Waffenexporte brachen infolge des Krieges gegen die Ukraine und westlicher Sanktionen ein. Tschemesow hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, dass die westlichen Sanktionen sowohl das zivile als auch das militärische Geschäft des Konzerns erheblich erschwert hätten. |
| Russland | 14.07.2026 | Das russische Bildungsministerium erklärt, dass Schulen Schüler:innen nach der 9. Klasse bei fehlenden Kapazitäten nicht in die 10. Klasse aufnehmen müssen. Hintergrund sind Beschwerden von Eltern, deren Kindern mit Verweis auf mangelnde Leistungen der Übergang in die 10. Klasse verweigert und stattdessen der Besuch eines Colleges empfohlen worden war. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der seit 2024 verfolgten Politik, mehr Jugendliche in die berufliche Ausbildung zu lenken, um den Fachkräftemangel zu verringern. 2025 erreichte der Anteil der Absolvent:innen, die eine Berufsausbildung begannen, mit 63 Prozent einen Höchststand. 2026 reichten die Oberstufenplätze in mehreren Regionen nicht für alle Bewerber:innen aus. |
| Russland | 14.07.2026 | Die US-amerikanische Tageszeitung „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf vertrauliche Quellen, dass die Verhandlungen Russlands mit China über den Bau der Gaspipeline „Sila Sibiri 2“ erneut stocken. Die chinesische Seite soll die russische Delegation während des jüngsten Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin gebeten haben, das Thema nicht anzusprechen, solange sich die Bedingungen nicht änderten. China fordert laut des Berichts eine Senkung des Gaspreises auf das Niveau des russischen Binnenmarktes. Dieser liegt zurzeit bei etwa 50 US-Dollar je 1.000 Kubikmeter. China zahlt aktuell rund 260 US-Dollar je 1.000 Kubikmeter für russisches Gas und damit bereits etwa 40 Prozent weniger als andere Kunden „Gasproms“ außerhalb der GUS. |
| Russland | 13.07.2026 | Vor dem Hintergrund mehrerer Arbeitsstreiks seit Anfang 2026 erklärt Sergej Tschernogajew, Vorsitzender des „Föderationsverbands Unabhängiger Gewerkschaften Russlands“ (russ. „Federazija Nesawissimych profsojusow Rossii“, FNPR), dass es sich dabei um Einzelfälle handele und noch kein Massenphänomen sei. Anfang 2026 war es vor angesichts angespannter Regionalhaushalte und finanzieller Probleme einiger Unternehmen in mehreren russischen Regionen zu Protesten wegen ausstehender Löhne gekommen. Tschernogajew erklärte außerdem, dass nicht nur wegen ausstehender Löhne gestreikt werde, sondern zum Beispiel auch wegen Betriebsschließungen. |
| Russland | 13.07.2026 | Die Europäische Union verhängt gemeinsam mit Großbritannien Sanktionen gegen russische Personen und Organisationen wegen mutmaßlicher Cyberangriffe und Desinformationskampagnen. Betroffen sind unter anderem Mitarbeiter:innen des russischen Militär- und des Inlandsgeheimdienstes. Beide Seiten machen den Inlandsgeheimdienst FSB für einen vereitelten Angriff auf kritische Infrastruktur in Polen verantwortlich. Auch die NATO verurteilt die Angriffe und kündigt mögliche Gegenmaßnahmen an. Deutschland, Frankreich und die Niederlande bestellten zudem die russischen Botschafter ein. Die russische Seite weist die Vorwürfe zurück und bestellt im Gegenzug den deutschen Botschafter in Moskau ein. |
| Russland | 29.06.2026 | Der Kriegsveteran Alexander Lunin wird von einem Gericht in der Oblast Woronesh wegen der Verwendung extremistischer bzw. natio-nalsozialistischer Symbolik zu einer mehrtägigen Haftstrafe verurteilt. Eine Woche zuvor hatte Lunin in einem Video die Zustände in der russischen Armee – darunter Folter, Arrest, Erpres-sung durch Ranghöhere und „Kamikazekommandos“ – an-geprangert. Er bittet darin um ein persönliches Treffen mit Präsident Wladimir Putin und erklärt, die russische Armee sei bereit, „mit Waffen nach Moskau zu gehen“, um gegen die politische Führung vorzugehen, falls er kein Gehör finde. Das Video erreicht millionenfache Klickzahlen. |
| Russland | 27.06.2026 | Ukrainischen Angaben zufolge wird die Rüstungsfabrik „Titan-Barrikady“ im russischen Wolgograd mit „Flamingo“-Marschflugkörpern getroffen. Dort sollen Komponenten für russische Artillerie- und Raketensysteme hergestellt werden. Russische Behörden melden Schäden an Industrieanlagen und mindestens zehn Verletzte. Parallel setzte Russland seine Angriffe auf ukrainische Regionen fort. In Dnipropetrowsk und Sumy wurden nach ukrainischen Angaben drei Menschen getötet, weitere wurden verletzt. |
| Russland | 26.06.2026 | Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim rufen die Behörden wegen anhaltender Probleme bei der Strom- und Treibstoffversorgung den regionalen Notstand aus. Hintergrund sind fortgesetzte ukrainische Angriffe auf Energie- und Logistikinfrastruktur. Auf der Halbinsel kam es zu Versorgungsengpässen, Verkehrsproblemen und Beeinträchtigungen des Tourismus. Die Behörden versicherten, dass der Notstand keine zusätzlichen Einschränkungen für die Bevölkerung mit sich bringe. Die ukrainische Regierung erklärte, ihre Strategie ziele auf eine weitere Isolation der Halbinsel und eine Schwächung der russischen Logistik ab. |
| Russland | 26.06.2026 | Russland und die Ukraine tauschen unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate jeweils 160 Kriegsgefangene aus. Nach ukrainischen Angaben waren alle freigelassenen ukrainischen Soldaten seit 2022 in russischer Gefangenschaft. Zeitgleich setzte die Ukraine ihre Drohnenangriffe fort. Der ukrainische Geheimdienst SBU meldete Angriffe auf russische Marineschiffe und Luftabwehrstellungen in Kertsch auf der von Russland annektierten Krim. Russland sprach von der Abwehr von insgesamt 660 ukrainischen Drohnen und bezeichnete dies als die bislang schwerste Angriffswelle des Jahres. |
| Russland | 26.06.2026 | Der frühere russische Verteidigungsminister und langjährige Putin-Vertraute Sergej Iwanow ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Iwanow galt 2007 zeitweise als möglicher Nachfolger Putins, verlor jedoch später an politischem Einfluss und war zuletzt Sonderbeauftragter für Umwelt- und Verkehrsfragen. Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. |
| Russland | 25.06.2026 | Russlands Außenminister Sergej Lawrow kritisierte Äußerungen von US Außenminister Marco Rubio zur angeblichen Verständigung zwischen Donald Trump und Wladimir Putin über ein mögliches Ende des Ukraine Kriegs und nennt das amerikanische Dementi „ziemlich unelegant“. Lawrow wirft Washington vor, den in Russland als „Geist von Anchorage“ bezeichneten Gesprächsverlauf nachträglich umzudeuten, während Rubio betont, die USA seien wegen ihrer Unterstützung für die Ukraine keine neutralen Vermittler. |
| Russland | 24.06.2026 | Der Oppositionspolitiker Maxim Kruglow, früher Abgeord-neter der Moskauer Stadtduma und stellvertretender Vor-sitzender der Partei Jabloko, wird zu sieben Jahren Strafla-ger verurteilt. Das Gericht wirft Kruglow die Verbreitung angeblicher „Falschnachrichten über die russischen Streit-kräfte“ vor. Die Verurteilung erfolgt wenige Monate vor den Wahlen zur Staatsduma, in einer Phase, in der die russische Justiz verstärkt gegen Kritiker:innen des Präsidenten Wla-dimir Putin vorgeht. Laut Anklage soll Kruglow in sozialen Netzwerken über Kriegsverbrechen russischer Soldat:innen berichtet haben. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als „Diskreditierung der Streitkräfte“. |
| Russland | 24.06.2026 | Berichten des unabhängigen russischen Exilmediums „Meduza“ zufolge, diskutieren Vertreter:innen der russischen Sicherheitsorgane eine mögliche Verschiebung der für September geplanten Duma-Wahlen. Als Gründe werden wirtschaftliche Probleme, sinkende Zustimmungswerte für die Regierungspartei und zunehmende ukrainische Drohnenangriffe genannt. Nach Angaben der der russischen Präsidialverwaltung nahestehenden Quellen gilt die planmäßige Durchführung der Wahlen jedoch weiterhin als wahrscheinlich, da die politische Führung an der Darstellung von Stabilität und Normalität festhält. |
| Russland | 23.06.2026 | Der Präsident der international nicht anerkannten, von Russland kontrollierten Region Südossetien, Alan Gagloew, tritt zurück und wechselt als Berater in die Präsidialadministration von Wladimir Putin. In einer Videobotschaft erklärt Gagloew, sein Ziel sei die „Überwindung des Schicksals eines geteilten Volkes“ und die „Wiedervereinigung mit Nordossetien und mit Großrussland“. Übergangspräsident wird der bisherige Regierungschef Marat Kambolow, ein aus Nordossetien stammender früherer Moskauer Beamter. Der Führungswechsel folgt auf ein im Mai ratifiziertes Integrationsabkommen zwischen Russland und Südossetien, das eine Angleichung der Gesetzgebung der Region an russische Normen vorsieht. Moskau verpflichtet sich darin zu sozialen Unterstützungsleistungen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Russland unterhält seit dem Krieg von 2008 Militärstützpunkte in Südossetien und Abchasien. |
| Russland | 23.06.2026 | Der ehemalige Gouverneur der Oblast Belgorod, Wjat-scheslaw Gladkow, wird von Präsident Wladimir Putin zum neuen Gesandten Russlands in Abchasien nominiert. Glad-kow war im Mai 2024 nach massiven ukrainischen Angriffen auf die Region Belgorod entlassen worden. Die Ernennung erfolgt im Rahmen einer breiteren personellen Neuord-nung, in der mehrere frühere Regionalpolitiker:innen neue Posten in föderalen Strukturen erhalten. Gladkow soll künf-tig die politischen und administrativen Beziehungen zwi-schen Russland und der international nicht anerkannten, von Russland kontrollierten Region Abchasien koordinieren. Die Entscheidung unterstreicht die fortgesetzte Integration Abchasiens in russische Verwaltungsstrukturen. |
| Russland | 23.06.2026 | Verschiedenen Berichten zufolge griffen ukrainische Drohnen zahlreiche Energie-, Treibstoff- und Logistikanlagen auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim sowie im benachbarten russischen Gebiet Krasnodar an. Betroffen waren unter anderem eine große Umspannanlage, Treibstofflager und Hafenterminals in Kertsch sowie der Hafen Kawkas. Die Angriffe führten zu Bränden, Stromausfällen in mehreren Regionen der Krim und einer zeitweiligen Sperrung der Brücke von Kertsch. |
| Russland | 22.06.2026 | Der Pressedienst des russischen Betreibers von Kommunikationssatelliten teilt mit, ukrainische Drohnen hätten das Zentrum für Weltraumkommunikation in Dubna nördlich von Moskau angegriffen. In der Meldung heißt es weiter, der Betrieb von TV-Übertragungen und Nachrichtenverkehr sei nicht gestört worden; verletzt wurde demnach niemand. Die Anlage gilt als eine der größten Satelliten-Bodenstationen Russlands und soll laut ukrainischen Angaben auch für die militärische Kommunikation wichtig sein. Sie dient unter anderem als Knotenpunkt für russische Satellitenverbindungen. |
Die Chronik der Länder-Analysen
Die Chronik enthält die Originaleinträge aus den jeweiligen Ausgaben der Länder-Analysen. Sie erfasst damit Russland seit 2003 (zusätzlich gibt es eine Kurzchronik für die Sowjetunion ab 1964 bzw. Russland ab 1992), Polen und die Ukraine seit 2006, die zentralasiatischen Staaten seit 2008 und Belarus seit 2011. Die Chronikeinträge wurden jeweils zeitnah erstellt und basieren ausschließlich auf im Internet zugänglichen Quellen.
Die Umschrift von Eigennamen aus nicht-lateinischen Schriftsystemen folgt den Regeln des Duden. Dabei werden die jeweiligen nationalen Schreibweisen bevorzugt (etwa Aljaksandr Lukaschenka auf Belarussisch statt Aleksandr Lukaschenko auf Russisch oder Alexander Lukaschenko als eingedeutschte Version). Ausnahmen werden gemacht, wenn die Originalschreibweise von den in der deutsche Presse vorkommenden Schreibweisen abweicht (etwa Duschanbe statt in offizieller Lateinschrift Dusanbe).