Irina Scherbakowa ist seit 1999 Leiterin der Bildungsprogramme der Gesellschaft »Memorial« (Moskau) und koordiniert die Oral History-Projekte der Gesellschaft »Memorial« (Opfer des Gulag, Ostarbeiter, Mauthausenprojekt u. a.). Bis 1987 war sie vorrangig als Germanistin und Übersetzerin deutscher Belletristik tätig. Seit Ende der 1970er Jahre sammelte sie Tonbandaufzeichnungen der Erinnerungen von Opfern des Stalinismus und Gulag-Häftlingen. Neben zahlreichen Publikationen ist sie Herausgeberin von Sammelbänden zu den Themen Stalin-Opfer, Totalitarismus, Gulag, Ostarbeiter und Erinnerungspolitik. Irina Scherbakowa erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. das Bundesverdienstkreuz im Jahr 2005, den Carl-von-Ossietzky-Preis 2014, die Goethe-Medaille 2017 und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2019.